Professionelle Zahnbehandlung aus tierärztlicher Hand

 

 

Zunächst möchte ich Sie über die bei Pferdebesitzern teilweise umstrittene Sedierung aufklären.

In Internetforen findet man immer wieder Schauergeschichten über die Sedierung, die von vielen daher abgelehnt wird. Meiner Überzeugung nach ist die Behandlung mit Sedierung die deutlich stressfreiere für das Pferd.

Auch wenn es das Tragen eines Maulgatters und die Manipulationen in seinem Maul ohne Widersetzlichkeit erträgt, so steht es doch unter großer Anspannung.

Abhängig von Art und Dauer des Eingriffs sind auch die Nerven eines solchen Pferdes irgendwann überstrapaziert und es behält die Prozedur in schlechter Erinnerung.

Abwehrbewegungen behindern eine sorfältige Behandlung so sehr, dass die erforderliche Qualität nicht mehr gewährleistet werden kann.

Auch aus forensischen Gründen ist die Sedierung angezeigt: der Tierarzt ist für die Sicherheit aller Beteiligten verantwortlich. Eine unkontrollierte Kopfbewegung mit dem Maulgatter kann schwere Verletzungen verursachen.

Eine gründliche Untersuchung, eine sichere Diagnosestellung und die korrekte Behandlung werden wiederum durch das Maulgatter ermöglicht.

Nur so können die hinteren Zähne beurteilt und unter Sichtkontrolle behandelt werden.

 

Alle Medikamente zur Beruhigung und Schmerzunterdrückung beim Pferd,

bis auf das ungeeignete Acepromazin, bewirken auch eine leichte Ataxie (Schwanken) und Kopfabsenkung. Das Standvermögen bleibt aber trotzdem erhalten.

Moderne Sedativa sind sehr gut vertäglich. Sie wirken schnell (nach 2-5 min.) und sind wenig kreislaufdepressiv.

Die Bewegung der Speiseröhre wird herabgesetzt. Um das Risiko einer Schlundverstopfung zu umgehen, darf während der Wirkzeit kein Futter verabreicht werden.

Der erfahrene Tierarzt kann schon bei der vorausgehenden Untersuchung die Sensibilität und Kooperativität des Pferdes einschätzen und die gerade erforderliche Menge des Sedativums richtig bestimmen.

Die meisten Pferde sind dann nach 2 Stunden wieder munter und dürfen wieder fressen.

Selbst dem Menschen wird bei erträglichen, aber unangenehmen

Eingriffen routinemäßig ein Beruhigungsmittel verabreicht.

 

 

                                        Die Vorgehensweise

 

Nach einer kurzen klinischen Allgemeinuntersuchung, einer eingehenden speziellen des Kauapparates und Befunddokumentation wird Ihr Pferd in leichter Sedation und Schmerzausschaltung stressfrei mit modernstem Equipment individuell behandelt.

Nur in Ausnahmefällen, in denen ich das Pferd schon kenne und die Maßnahmen einfach sind, verzichte ich auf die Sedierung.

Zur Erleichterung und Präzisierung der Arbeit setze ich ein Maulgatter und eine Kopfstütze ein.

Für jede Indikation stehen mir verschiedene, eigens für Pferde angefertigte Handraspeln und diamantbeschichtete elektrische Schleifgeräte sowie diverse andere Instrumente zur Verfügung.

Für schwer einsehbare Bereiche im Pferdemaul kommt neben einem Spiegel ein Videoendoskop zum Einsatz, das auch dem Besitzer einen interessanten Einblick ermöglicht.

Ihr Pferd kann so zügig, sorgfältig und effektiv behandelt werden.

Die von mir angewendeten Sedativa sind außerordentlich gut verträglich.

Die Doping - Karenzzeit für Turnierpferde beträgt nur 6 Tage.